Neuerscheinung: Lern- und Bildungsprozesse gestalten

Im Fokus vielLern- und Bildungsprozesse gestaltener Nachwuchsinitiativen steht, das Hineinwachsen in Forschung und Entwicklung der Bildungseinrichtungen zu erleichtern. Zu diesen Initiativen gehört auch das „Junge Forum Medien und Hochschulentwicklung“, das Nachwuchsforschenden sowie -praktikerinnen und -praktikern aus den vier beteiligten Fachgesellschaften (dghd, GMW, GI/FG E-Learning sowie DGfE/Sektion Medienpädagogik) eine Plattform für Diskurs und Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis bietet.

Die hier dokumentierten Tagungsbeiträge aus dem Jahr 2013 sind dabei so divers, wie formelle oder informelle Lern- und Bildungsprozesse mit und ohne Medien nur sein können. Es wird z. B. diskutiert, welche Rolle Prozesse der Gestaltung im Kontext von hochschul- und mediendidaktischer Forschung einnehmen und wie digitale Technologien Lern- und Bildungsprozesse praktisch unterstützen. Einige Beiträge zur Personalentwicklung und Nachwuchsförderung in Wissenschaft und Hochschulen rahmen den Band zum #JFMH13 ein.

Auch als PDF-Datei downloadbar: Lern- und Bildungsprozesse

Turn, turn, turn…

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Fotocollage: (c) Melanie Abendschein

Am 17. und 18.04.2015 fand auf Schloss Wahn (Köln-Porz) die interdisziplinäre Tagung “Wenden in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften” statt, die wir aus dem Team des Intermedia-Studiengangs an der Universität zu Köln heraus organisiert haben.  Neben der Diskussion, welche Wenden/Turns/Shifts of Paradigms es in einzelnen Disziplinen gibt und ob sie wirklich eine Neuausrichtung des jeweiligen Faches nach sich gezogen haben, war für mich auf einer Metaebene insbesondere die grundlegende Frage spannend, ob und wie inter- bzw. transdisziplinäres Arbeiten eigentlich möglich ist. Wie können künstlerische Forschung und “klassische” akademische Forschung voneinander profitieren? Wo gibt es Grenzen gegenseitigen  Verständnisses und ob und wie kann man sie überwinden? Wie kann man alternative Formate für Kongressbeiträge finden? Ein besonderer Dank gilt allen TeilnehmerInnen und Vortragenden, die zu zwei dichten und inhaltlich anregenden Tagen beigetragen haben! Eine Dokumentation in Form eines Tagungsfilms wird es bald an dieser Stelle geben.

Medienfrauen NRW IV/IV (Gastbeitrag von Lisa Müller)

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Foto: Lisa Grimm

„Drei Wege in die Hölle: sich mit anderen vergleichen, hohe Erwartungen und Vorurteile haben!“

Diese Worte gab Giti Hatef-Rossa, Journalistin und Drehbuchberaterin, den Besucherinnen des Workshops „Film“ anlässlich der Veranstaltung „Medienfrauen NRW 2014“
mit auf den Weg. Innerhalb einer Stunde erzählte Frau Hatef-Rossa aus ihrem Leben in der Medienbranche. So erfuhren die Zuhörerinnen beispielsweise, wie ihr Alltag, welcher eigentlich gar kein Alltag ist, denn jeder Tag verläuft für Frau Hatef-Rossa anders (dazu später mehr), aussieht, wie man eine erfolgreiche Work-Life-Balance meistert oder was in der Branche wirklich wichtig ist. Frau Hatef-Rossa ist freiberuflich als Journalistin und Drehbuchberaterin tätig, was bedeutet, dass sie sich ihre Arbeitszeiten sozusagen selbst einteilen kann. Dies bringe jedoch nicht nur Vorteile mit sich, denn oft kommt es dazu, dass „man einfach kein Ende findet“, so Hatef-Rossa. Die Freiheit ihres Berufes gefällt ihr allerdings ganz gut; sie hat zwei Kinder, eines davon schwerstbehindert und das andere noch sehr jung. Somit verbringt Frau Hatef-Rossa jede freie Minute mit ihrer Familie, „meine Insel“, und sorgt sich um sie. Ganz stolz ist sie auch auf ihren Mann, ohne ihn sei diese Balance zwischen Familie und Beruf gar nicht möglich, denn oft bekomme sie spontane Anrufe von Auftraggebern, sie solle doch bitte das Drehbuch bis zum nächsten Tag gelesen und beurteilt haben. Weiterlesen

Medienfrauen NRW III/IV (Gastbeitrag von Sina M. Nolte)

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Foto: Lisa Grimm

„Der perfekte Beruf für Langschläfer!“ – Mit dieser Aussage hatte die Journalistin Christina Wandt das junge Publikum, hauptsächlich aus Studentinnen und Auszubildenden bestehend, zu Beginn ihres Vortrags über den Journalismus schnell auf ihrer Seite, inklusive mir natürlich. Die Redakteurin der WAZ (Westdeutsche Zeitung) hat eine für den Journalismus ungewöhnliche Karriere hingelegt. Anders als viele Kollegen arbeitet sie nach 17 Jahren immer noch bei der Zeitung, bei welcher sie auch ihr Volontariat absolviert hat. Mittlerweile ist sie stellvertretende Leiterin der Lokalredaktion in Essen. Innerhalb ihres beruflichen Werdegangs den Arbeitsplatz zu wechseln, kam für Wandt nie wirklich in Frage. Heutzutage könne man sich glücklich schätzen, als Journalist überhaupt fest eingestellt zu werden. Auch sie hätte  sich vor ihrer Festeinstellung erst einmal als freie Mitarbeiterin bewähren müssen, bevor sie als eine der 15 Auszubildenden angenommen worden ist. Eine Frage, die vielen Anwesenden unter den Nägeln brannte, war die nach der journalistischen Ausbildung, denn einen Studiengang mit der Bezeichnung „Journalismus“ gibt es an den üblichen Universitäten nicht. Weiterlesen

Medienfrauen NRW II/IV (Gastbeitrag von Laura Albers)

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Foto: Lisa Grimm

Bevor ich zu den „Medienfrauen NRW 2014“ gegangen bin, hatte ich noch nie etwas von dieser Veranstaltung gehört. Durch die Homepage unseres Studiengangs „Intermedia“ bin ich jedoch darauf aufmerksam geworden. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt! Nachdem man sich am Eingang sein Namensschild abgeholt hatte, konnte man sich vorab bei einigen Getränken mit Teilnehmerinnen der Veranstaltung unterhalten und austauschen. Gegen 10:15 Uhr ging es dann los. Ich muss gestehen, dass ich mich vorher nur wenig mit dem Programm und den Referentinnen auseinandergesetzt habe, sodass die erste Überraschung nicht lange hat auf sich warten lassen. Als Moderatorin der Veranstaltung begrüßte uns Bella Lesnik. Nach Grußworten der Bürgermeisterin der Stadt Köln, Elfi Scho-Antwerpes und der Ministerin für Bundesangelegenheiten NRW, Dr. Angelica Schwall-Düren, ging es direkt mit dem ersten Panel los: Angekommen in der Medienbranche – erfolgreiche Medienfrauen berichten. Fünf Referentinnen, darunter unter anderem die 1Live- und Fernsehmoderatorin Bianca Hauda sowie Kim Lenar, freie Produzentin, Beraterin und Medientrainerin berichteten locker und vor allem auch offen über ihren Arbeitsalltag und wie sie den Weg in die Medienbranche geschafft haben. Weiterlesen

Medienfrauen NRW 2014 I/IV

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Logo-Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Grimme-Instituts

Am 21.3.2014 habe ich die Veranstaltung “Medienfrauen NRW” besucht, die vom Grimme-Institut nun schon zum 4. Mal ausgerichtet wurde. Für mich war es zunächst spannend, das breite Spektrum des Grimme-Instituts (das man v.a. mit der Verleihung des Grimme-Preises, die am kommenden Freitag wieder in Marl stattfindet, in Verbindung bringt), kennenzulernen – da gibt es z.B. noch den “Grimme Online Award” und viele andere interessante Projekte… Darüber hinaus bot die Veranstaltung durch zwei sehr gut besetzte Panels und vier Workshops authentische Einblicke in die Medienkarriere von Frauen. Doch ich möchte nicht zu viel inhaltlich vorweg nehmen, weil ich drei Gastautorinnen für mein Blog gewinnen konnte, die die Veranstaltung aus ihrer ganz persönlichen Sicht erzählen und dokumentieren, worüber ich mich sehr freue! Es handelt sich dabei um Studentinnen unseres Studiengangs “Intermedia” an der Universität zu Köln – angehende Medienfrauen also! In einem ersten Beitrag berichtet Laura Albers von der Veranstaltung insgesamt und ihren Eindrücken. Sina Marie Nolte stellt in einem zweiten Blogbeitrag den Workshop zum Thema “Journalismus” aus ihrer Sicht dar. Lisa Müller nimmt uns in einem dritten Posting in die Welt des Films mit und berichtet aus dem gleichnamigen Workshop. Ich bedanke mich bei den drei angehenden Medienfrauen, dass sie ihre Eindrücke mit mir und meiner Leserschaft teilen und beim Grimme-Institut (insbes. Frau Annette Schneider) für die tolle Organisation!

EdChat – Fortbildung 2.0

badge-7Zum wiederholten Male (ja, man kann dem Ganzen durchaus einen gewissen Suchtfaktor attestieren…) habe ich mich am EdChat beteiligt. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Torsten Larbig (@herrlarbig) und André J. Spang (@tastenspieler) – zwei im Web 2.0 sehr aktiven Menschen und Lehrpersonen. Die Form des Twitter Chats hat ihr Vorbild in den USA. Wer sich genauer darüber informieren möchte, wo Larbig und Spang ihre Inspirationen bekommen haben und wie der EdChat funktioniert, sei auf das Wiki dazu verwiesen. In diesem Beitrag geht es mir mehr um die Beschreibung der persönlichen Erfahrung des Geschehens. Weiterlesen

Die emotionale Seite der Kunstrezeption…

Muss man Kunst zwangsläufig lieben? Wer bestimmt überhaupt, was Kunst ist und “was weg kann”, und wer gibt vor, wie man in welchem Rahmen, in welcher Form und mit welchen Worten über oder mit Kunst (nicht)  kommunizieren darf bzw. white note paper office businessmuss? Durch einen Beitrag im WDR-Magazin “WestART” bin ich auf die Veröffentlichung “Kunst hassen” von Nicole Zepter aufmerksam geworden. Als “Streitschrift” wird das Buch in den Medien bezeichnet. Interessant finde ich v.a. den Untertitel: “Eine enttäuschte Liebe”. Die Autorin fordert die Auseinandersetzung mit einem Kunstbetrieb und einer Form von Kunstvermittlung ein, die Betrachter einschüchtern und ihnen den eigenen Zugang zu Werken erschweren, wenn nicht gar verbauen. Es kostet auch Mut, Kunst hassen zu können: Den Mut zur eigenen Meinung und den Mut, diese öffentlich zu vertreten… Ich bin schon gespannt auf die Lektüre und werde anschließend meine Gedanken dazu an dieser Stelle mitteilen.

In medias res

Blank notepad over laptop and coffee cupIn der Zusammenarbeit mit KollegInnen aus ganz unterschiedlichen disziplinären Zusammenhängen, aber auch mit Studierenden, die unterschiedliche Erwartungen an und Zielvorstellungen für ihr Intermedia-Studium haben, merke ich, dass die (theoretische, definitorische, reflexive,…) Auseinandersetzung mit unserem zentralen Gegenstand, den Medien (oder dem Medium?), ein unabgeschlossener Prozess ist. Diese Spannung oder Dynamik nehme ich aber gerade auch als fruchtbar und weiterführend für Seminare, kollegiale Gespräche oder die Produktion eigener Texte wahr. Die Chance, dass es dabei zu einem echten Perspektivwechsel oder zumindest zu einer kleinen Horizonterweiterung kommt, lohnt die interdisziplinäre Beschäftigung mit dem Gegenstand aus meiner Sicht.

Erziehungswissenschaftliche Medienforschung

Drei Notizzettel vor HolzhintergrundMit einem Stellenwechsel (von einer wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle in der AG Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik unter Berücksichtigung der Medienpädagogik, Prof. Dr. Bardo Herzig an der Universität Paderborn auf eine Juniorprofessur für Erziehungswissenschaftliche Medienforschung an das Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung der Universität zu Köln) beginnt für mich ein neuer Arbeits- und Lebensabschnitt. Welche Gedanken und Gefühle mit einem solchen Wechsel verbunden sind, könnte ich nicht besser beschreiben als meine Kollegin Dr. Sandra Hofhues, die gerade von der PH Heidelberg an die Zeppelin Universität in Friedrichshafen gewechselt ist, es in einem Blogeintrag tut. Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, in einem explizit interdisziplinär ausgerichteten Studiengang tätig sein zu dürfen: Intermedia zielt ab auf die praktisch-ästhetische und wissenschaftlich-reflexive Auseinandersetzung mit Medien im Schnittfeld von Medienbildung, Mediengestaltung und Medienkultur.  Weiterlesen